Der Frühling ist da!


Nach der langen Winterpause kam der Frühling, aber anders als wir es erwartet haben.

Die so entstandene „freie“ Zeit  nutze ich, um draußen im Garten in der Sonne die ersten Blumen  zu malen.

 

Die Blüten von Christrosen, Veilchen, Narzissen und Primeln in Gläsern mit Wasser sind meine ersten Motive. Die Sonne, der blaue Himmel, der Gesang der Vögel und die Frühlingsluft sorgen für eine besondere Inspiration, nachdem ich in den Wintermonaten ausschließlich im Haus malen konnte.

 

Sofort stelle ich fest, daß ich beim  Malen im Freien konzentrierter und schneller dabei bin, die Motive festzuhalten und Licht und Stimmung einzufangen.

 

Beim Malen im Atelier habe ich alle Zeit der Welt und kann in aller Ruhe Neues ausprobieren.  Im Freien dagegen zwingen die Rahmenbedingungen oft  zu schnellem Arbeiten. Auch die Bereitschaft zur endlosen Korrektur –  zu der man bei Aquarellmalen oft neigt –  wird unterbunden. So bleibt manches Bild in der Andeutung wie eine Momentaufnahme. 

Draußen entstehen in schneller Folge Aquarelle im Rausch der Farben….

Doch als die Sonne sich verabschiedet, wird es sofort kalt und das Malen ist beendet –

bis zum nächsten Mal….

 

Aquarellurlaub

Unteruhldingen, Reichenau, Mainau, Birnau, Mettnau und  Meersburg, diese Orte am Bodensee habe ich zum diesjährigen OpenAirMalen ausgesucht.

Bei sommerlichem Wetter und dem besonderen Licht des Bodensees entstanden auch in diesem Jahr wieder verschiedene Bildserien im Freien.

Zunächst war es schwierig für mich, die Motive, die ich in der Vergangenheit schon oft gemalt habe, wieder neu und anders für mich zu entdecken.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Serie von Aquarellen zur Kirche St. Georg auf der Insel Reichenau gemalt. Auch in diesem Jahr faszinierte mich zunächst die über tausend Jahre alte Kirche wieder aufs Neue und ich verfolgte verschiedene Malansätze: Architektur, Abstraktion, Farbigkeit und Licht, Auflösen und Loslassen des Motivs. Es entstanden dann sehr unterschiedliche Aquarelle. Das letzte Aquarell dieser Serie habe ich sehr zügig mit blauer Tusche in Kombination mit Aquarellfarbe gemalt.

 

 

Beim Rundgang über die „Reichenau“ hielt ich meine Eindrücke mit schnellen Skizzen und Aquarellfarbe fest.

 

 

Meine drei Aquarelle der Barockkirche Kloster Birnau entstanden mit Blick auf die Rückseite der Kirche, und das „Loslassen“  des Motivs fiel leicht.

 

 

Ein Besuch der Insel Mainau  gehört zum Bodenseeurlaub für mich dazu. In diesem Jahr war die Insel aufgrund des Inselfests total überlaufen. Es war schwierig einen ruhigen Ort zum Malen zu finden. Das erste Aquarell entstand noch relativ naturgetreu, die folgenden zwei Aquarelle reduzierte ich auf Farben und Bewegung.

 

 

 

Beim Blick von den Weinbergen über Meersburg konzentrierte ich mich zunächst auf die Schneegipfel der Schweizer Berge in der Ferne und die Farben des Bodensees. Die dann folgenden Aquarelle der Weinberge malten sich locker und leicht, wie von selbst.

 

 

 

In Bodmann am Überlinger See und auf der Halbinsel Mettnau bei Radolfzell wurden Wasser, Stege, Ried und Himmel schnell zu einer Einheit.

 

 

Aquarellmalen im Freien ist immer wieder aufs Neue etwas Besonderes für mich. Kann ich doch so das Erlebte direkt mit Farbe umzusetzen und Stimmung und Licht einfangen. So entstehen Bilder geprägt durch meinen „subjektiven Filter“   und nicht durch ein „Objektiv“ wie beim Foto.  Nach einiger Zeit der Einübung im Freien bin ich wieder konzentriert und gleichzeitig entspannt – ein Zustand zwischen Diszilpin und Loslassen. Nur so gelingt es mir abzuwarten, Farben im richtigen Moment zu setzen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören nicht zu verpassen.

 Für den Sommer habe ich mir ganz fest vorgenommen, so oft wie möglich draußen zu malen…..

Losgelöst

Experimentell und abstrakt – das sind meine Vorgaben für diese Bildserie. Das Abdrucken von Aquarellfarbe auf Aquarellpapier als erste Schicht bildet bei allen Bildern den Ausgangspunkt.

Bei dieser Drucktechnik verwende ich Acrylplatten in verschiedenen Größen.  Je nachdem wie verdünnt oder konzentriert die Farben aufgetragen werden, fallen die Ergebnisse eher flächig oder punktuell aus.

Die Ergebnisse sind absolut unvorhersehbar – mal stehen die Drucke vollständig für sich oder sie sind Inspiration für neue Motive. Durch den spielerischen Umgang mit Farbe löse ich mich bei dieser Technik von meinen Vorgaben und etwas ganz Neues darf entstehen.

Die folgenden Bilder blieben nach dem Farbabdruck unbearbeitet. Ich habe große Acrylplatten mit konzentrierter Farbe und sehr viel Wasser vorbereitet, darauf die Papierbögen aufgelegt, dann beschwert und einige Zeit antrocknen lassen.

 

 

 

Bei diesen Aquarellen habe ich nach dem Drucken weitere Arbeitsschritte hinzugefügt.  Einzelne der entstandenen Strukturen habe ich mit wasservermalbarer Kreide, Wachskreide oder Goldstift betont und möglichst wenig am Abdruck verändert.

 

Bei den folgenden Bildern habe ich mit kleineren Acrylplatten konzentrierte Farbe fleckig abgedruckt und dabei nur bestimmte Bildbereiche bedruckt. Durch Weiterbearbeitung entstanden abstrakte Landschaften. Um mehr Tiefe ins Bild zu bringen, habe ich bei einigen Aquarellen durch einem abschließenden Druck den Vordergrund betont.

 

 

„Aquarellbatik“

Die Verbindung der Aquarellmalerei mit der Batiktechnik hat einen ganz besonderen Reiz. Hierbei werden zunächst Linien oder auch Flächen mit Wachskreide auf das Aquarellpapier aufgetragen und anschließend mit Aquarellfarbe übermalt.

So wie beim Batikverfahren bleiben die Strukturen aus Wachs beim Übermalen sichtbar und verdrängen die Farbe. Bei Verwendung  von farblosem Wachs entsteht strahlendes „Weiß“ beim Übermalen, ein Effekt, der dem Aquarell besondere Leuchtkraft verleiht.

Das Überraschungsmoment habe ich beim Umsetzen der „Aquarellbatik“ bewußt eingeplant, da ich die durchsichtigen Linien mehr oder weniger „blind“ und zügig gesetzt habe. So ist das Motiv weitgehend festgelegt, da wenig Möglichkeit besteht, die Wachslinien zu korrigieren. Die Herausforderung besteht somit darin, mutig mit den Farben umzugehen.

Für die ersten Motive in der Technik habe ich mich für Blumenstillleben entschieden. Die Farben der Bilder ließen sich während des Malens mehrfach verändern. Mit einem Spachtel konnte ich die feuchte Farbe verziehen und verschieben. Durch diese Technik entstehen sanfte Farbübergänge und immer neue Farbvarianten.  Im Kontrast dazu stehen die klaren weißen Linien und die farbintensiven kleinen „Inseln“.

Meine Vorliebe für kontrastreiche Akzente, die ich sonst gerne mit Tusche oder dunkler Kreide setze, konnte ich diesmal mit leuchtenden weißen Linien verwirklichen.

Mein nächstes Thema –  Umsetzung von südlichen Stadtansichten – gelang mit der Aquarellbatik ganz entspannt. Danach entstanden auch die  freien  Portraits fast mühelos. 

Diese Art Aquarell zu malen – spontan, kreativ und unvorhersehbar – bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich vom Motiv zu lösen und führt zu überraschenden Ergebnissen mit besonderer Energie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

New York, New York…

Beeindruckende Fotos von New York, der Stadt gigantischer Gegensätze und schwindelerregender Architektur, waren die Vorlage für meine Aquarellserie im Herbst.

Eine Herausforderung war es für mich,  die komprimierten Flächen aus Stahl und Beton, die dicht geschichteten Fassaden und spiegelnden Fensterfronten, die Einblicke in das Stadtleben und die Durchblicke auf die verschiedenen Wohnebenen darzustellen.

Ich arbeitete zunächst detailgetreu und löste mich immer mehr von den Photovorlagen. Kräftige Farben und starke Linien ergaben sich bei der Verwendung von Aero Colorfarbe, wasservermalbarer Acrylfarbe, in Kombination mit Aquarellfarbe. Um die vielfältigen Strukturen und Linien herauszuarbeiten  setzte ich auch weitere Mischtechniken ein, z.B. Ölkreide, Collage, Drucktechniken, sowie verdünnten Acrylbinder.

So wie die Stadt immer wieder durch Tageszeit und Lichtverhältnisse ein anderes Gesicht zeigt, sind dementsprechend unterschiedliche Bilder entstanden.

New York – ein Abenteuer mit Papier und Farbe

 

 

 

 

 

Open-Air-Malen im Sommer 2018

Im vergangenen „Supersommer“ fanden sehr viele Aquarelltermine meines VHS-Kurses im Freien in Hagen und Umgebung statt.

Wir besuchten den Hengsteysee, die Hohensyburg, das LWL Freilichtmuseum,den Hohenhof und das Wasserschloss Werdringen. An diesen Orten entstanden dann auch meine Aquarelle.

Am Hengsteysee am Bootshaus bildeten Wasser, Bootssteg und der Blick auf die Hohensyburg unser Motiv.

 

Beim Malen auf der Hohensyburg faszinierte mich besonders die Ruine der Syburg, sodass ich aus den anfänglichen Skizzen eine Bilderserie erarbeitete.

 

Im Freilichtmuseum konnten wir, neben zahlreichen Motiven der Fachwerkhäuser, auch vor Ort hergestellte Pflanzenfarben ausprobieren. Die Ausgangsstoffe der Farben waren unter anderem Färberkamille, Rotkohl und Walnussschalen. Durch Mischen der Farben entstanden unerwartete Nuancen, ein spannendes Experiment.

 

Eine Herausforderung war das Malen des Hohenhofs, nicht nur aufgrund seiner Struktur. Das Regengebiet, das uns überraschte, konnten wir aber in der Allee unter den alten, hohen Laubbäumen überstehen.

 

Den Abschluss des Malsommer bildete die ruhige, märchenhafte Stimmung des Wasserschloss Werdringen.

 

Hier liessen wir zusammen im Cafe den Sommerkurs ausklingen.

Schön war’s, ich freue mich schon auf den Sommer 2019 und neue Open-Air-Termine!

 

 

Frühling am Bodensee

Bei sonnigem Maiwetter hatte ich endlich wieder Gelegenheit, in der freien Natur am Bodensee zu malen.

Es entstanden viele kleinformatige Aquarelle, später dann auch größere Formate in 45 x 65 cm. Besonders beeindruckt haben mich die Riedlandschaften auf der Insel Reichenau und das Eriskirchener Ried.

In den Iriswiesen dort waren stellenweise die tiefblauen Blüten zu sehen. Die Stille des Rieds, nur unterbrochen von Vogelstimmen, inspirierte mich zu vielen Aquarellversuchen in verschiedenen Formaten.

Im Kontrast zu der ruhigen Athmosphäre des Riedes stehen die viel besuchten Orte rund um den Bodensee, z.B. in Überlingen oder  besonders auf der Insel Mainau mit ihren Parkanlagen. Bei den Bildern, die an diesen Orten entstanden, versuchte ich mit klaren leuchtenden Tönen das ganze Farbspiel festzuhalten. Die Aquarelle wurden immer losgelöster und reduzierter von den anfänglichen Skizzen, so daß hier die Stimmung im Mittelpunkt steht.

Miniaturwelten

 

Beim Arbeiten mit Aquarellfarben entstehen nebenbei Farbspiele und Linien als Zufallsprodukt auf Probeblättern. Auch beim seriellen Malen ergeben sich sehr viele Proben und Zwischenergebnisse, sodass sich mit der Zeit eine ganze Mappe mit diesen Zufallsergebnissen bei mir angefüllt hatte.

Mit einem kleinen Passepartout begab ich mich auf diesen Blättern auf die Suche nach einem eigenständigen Ausschnitt.

Erstaunliches kam zu Tage: Landschaften, Blüten, Menschen oder auch ganz andere Themen. Alles wollte entdeckt und herausgeschnitten werden. Die Entscheidung für ein Motiv fiel oft nicht leicht. Manche Ausschnitte standen für sich, während ich andere noch mit Stiften oder Wachskreide veränderte.

Die Miniaturen überraschten mich, da diese Bilder zunächst scheinbar absichtslos entstanden waren und erst durch den Ausschnitt und die oft nachfolgende graphische Überarbeitung ein Eigenleben entwickeln konnten.

Nun gibt es eine neue Mappe mit Miniaturen, von denen sich viele wiederum zur Vergrösserung eignen – ein nächstes Projekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen den Jahren

Das Jahr 2017 geht – 2018 kommt!

An der Schwelle zum neuen Jahr noch einmal zurückblicken und die Zukunft schon ahnen – so entstand mein Bild zum Jahresausklang.

Ich bin dankbar und freue mich auf 2018.

Ich wünsche allen ein gutes, gesundes glückliches neues Jahr!